Sonntag, 19 August 2012 11:30

Das Ritual Empfehlung

geschrieben von 
  • Schriftgröße Schriftgröße verkleinern Schriftgröße verkleinern Schrift vergrößern Schrift vergrößern
  • Drucken
  • eMail
Artikel bewerten
(3 Stimmen)

Für Menschen mit Zugang zur rechten Gehirnhälfte

 

Es war einmal ein Hirte, der betreute eine große, ja sogar eine riesengroße Herde. Die Schäfchen fühlten sich sehr wohl in seiner Nähe. - Er kümmerte sich ja auch gut um sie. Hütete und pflegte sie, hörte Ihre Sorgen und versprach sich derer anzunehmen und zu verwandeln. Und er half, wenn sich eins verlaufen hatte wieder auf den rechten Weg. 

Ja er war sehr geachtet, denn er half allen, wo er ihnen nur helfen konnte. Unabhängig von Rasse, Kaste, Religion oder einer anderen Zugehörigkeit, die sich jemand ausgedacht haben mag.

Längst hatte er die Wölfe gesehen. Sie trieben sich nachts um die Herde herum. Ab und zu fehlte am Morgen ein verletztes Tier. Es waren nur einzelne und doch verteidigte der Hirte seine Herde. Dabei wurde er einmal schwer verletzt. Die Wunde schloss sich, aber geheilt ist sie noch nicht. Denn ein guter Hirte kümmert sich um seine Schafe, nicht um den eigenen Schmerz. Und als das unter den Schäfchen bekannt wurde, kamen immer mehr; 300.000 bis 400.000 im Laufe von 35 Jahren.

Immer wieder wurde von den Wölfen eins seiner Schafe gestohlen. Also zuerst vertrieb er die Wölfe. Das gelang eine Weile. Dann bemerkte er, dass aus seiner Herde ausgerechnet die stärksten und die trächtigsten Tiere verschwanden.

Also redete er mit den Jägern. Sie sollten die Wölfe zur Strecke bringen.

 

Aber die Wölfe waren klug, sie hatten sich längst mit den Jägern verbündet. Kein einziger Wolf wurde von den Jägern erwischt oder zur Strecke gebracht.

Nun aber waren sowohl die Wölfe als auch die Jäger informiert.: Dieser Hirte ist ein guter Hirte!

 

Der Hirte brauchte einen Schamanen. Einen, der ihm den Rücken frei hielt und der mit den Wölfen und Jägern verhandelte. Aber weder die Wölfe noch die Jäger wollten verhandeln. Bzw. sie haben sich einfach nicht an die Abmachungen gehalten. Hinterrücks und hinterlistig haben sie ihren Weg verfolgt und umgesetzt.

 

Längst hatte der Hirte die Gefahr erkannt. Also baute er eine Schule für seine Schäfchen, damit er ihnen lehren könne, wie sie sich vor den Wölfen und Jägern im Schafspelz schützen könnten. 

Nach vielen Hindernissen wurde die Schule endlich fertig und nahm ihren Betrieb auf.

In der Zwischenzeit war die Herde schon arg dezimiert. Und der Hirte bat den Schamane ihm zu helfen. Damit auch die weit verstreuten Schäfchen den Weg zurück finden und wieder Teil der Herde werden könnten. Der Schamane stand dem Hirte bei allen Tätigkeiten in der Schule bei, und versuchte die Herde wieder zusammen zu rufen. Die aber sprach längst nicht mehr ihre eigene Sprache. Und die neue Sprache hatte keinen Zugang zu ihren Herzen.

Nun die Wölfe und Jäger waren auch nicht untätig. Längst hatten sie ihr Netz gespannt um der ganzen Herde den Garaus zu machen.

Da störte eine Schule. Da durften keine Schäfchen sich oder ihr Bewusstsein entwickeln. So wurden keine Anzeigen geschaltet, und der einst gute Ruf des Hirten mit allen erdenklichen Mitteln ruiniert und zerstört.

 

Aber nicht nur das. Man nahm ihm einfach seine Schule und vertrieb ihn, sogar aus seinem Geburtshaus. Traurig,  obdachlos und entsetzt musste der Hirte mit ansehen, wie die Wölfe, Jäger und anderes Gesindel zerstörten, was sein Lebenswerk war.

Auch der Schamane, der ihm half, sein weniges, restliches Hab und Gut zu retten, wurde verfolgt, gemindert und um seinen Besitz gebracht.

 

Nachdem der Schamane alles getan hatte, um die Wölfe und Jäger zu bekehren, erkannte er, dass dieses Ansinnen einfach keinen Sinn macht.

 

Also bereitete er sich für ein großes Ritual vor. Gemeinsam mit dem Geist des Lebens und Todes zu tanzen. Die Musik ist längst ausgewählt. Die ganze Erde ist der Tanzboden. Und jetzt beginnt er mit seinem Tanz! Der erst beendet sein wird, wenn der letzte Wolf und der letzte Jäger erhalten, was der große Geist bestimmt.

 

Dann werden wir ein Fest machen! Das größte und wichtigste für die ganze Welt! 

 

Möchtest Du am Fest teilnehmen? Dies ist meine Einladung an Dich!

Wenn Du ein Schäfchen bist, melde Dich mit dem Registrierungsformular auf dieser Seite an. Du musst aber ein bisschen Geduld haben. - Nur der Hirte erkennt seine Herde und gibt Dir Zutritt.

 

 

 

 

 

Gelesen 2889 mal
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten
Previous
  • selbstbestimmt Leben

    Erleben Sie angenehme Gefühle?

    Oder wiederholen Sie
    die gespeicherten Emotionen
    aus dem Limbischen System?

  • Bewusstsein

    Erkennen Sie die Wirklichkeit?

    Oder erleben Sie nur den Ausschnitt,
    den Ihnen der Autopilot ermöglicht?

  • Lebens-Chance

    Nützen Sie Ihre Möglichkeiten?

    Oder entgeht Ihrer Aufmerksamkeit
    was Ihre Chance gewesen wäre?

Next
  • 1
  • 2
  • 3